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„Was unterscheidet ein Fachhochschulstudium aus Ihrer Sicht von einem Universitätsstudium?“

Veröffentlicht am 28.03.2014 09:57h

Das Frageziel des Interviewers

Es gibt Unternehmen, für die beginnt der Akademiker erst mit einem Universitätsabschluss und deshalb stellen sie für bestimmte Positionen gar keine bzw. nur im Ausnahmefall Fachhochschulabsolventen ein. Andere Firmen bevorzugen exakt diese Institution, weil sie ihnen inhaltlich praxisnäher erscheint. Von einem Absolventen, der sich nicht den Vorwurf der Beliebigkeit einhandeln will, wird eine klare Positionierung in eigener Sache erwartet.

Antwort A

„Ich habe aus gutem Grund BWL an einer Fachhochschule studiert, weil die Inhalte dort viel praxisnäher vermittelt werden. Wir haben doch genug Theoretiker – an der Uni ist das alles viel zu abgehoben und praxisfern.“

Bewertung

Zwei Sätze, die den Job kosten können. Was ist, wenn der Gesprächspartner an der Universität Betriebswirtschaftslehre studiert hat und darauf auch noch stolz ist?

Antwort B

„Das Studium ist deutlich strukturierter – manche sagen auch, es sei ‚verschulter’ als ein Universitätsstudium. Und es steht eindeutig die Lehre, nicht die Forschung im Vordergrund. Ich hatte mit meiner Fachhochschule großes Glück, denn wir hatten zwei Professoren, die Erfahrungen aus der Wirtschaft mitbrachten. Einer hat zum Beispiel zehn Jahre als Controller in einem Konzern gearbeitet. Vielleicht kam manchmal die theoretische Fundierung zu kurz – aber ich bin ein eher pragmatisch ausgerichteter Mensch und fühle mich eigentlich sehr gut ausgebildet.“

Bewertung

Unterscheidungsmerkmale werden benannt. Es wird ein persönlicher Bezug hergestellt. Es wird der besondere Vorzug der gewählten FH unterstrichen. Kurzum: Eine gute Antwort.

 
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