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Glossar: Die erfolgreiche Bewerbung bei der Polizei von A bis Z

A

Allgemeinbildung

Wissen macht souverän und ist deshalb unverzichtbar. Das gilt nicht nur für Fachwissen, sondern auch für das Allgemeinwissen. Komplizierte Sachverhalte kann man nur beurteilen, wenn man gut informiert ist und über den sprichwörtlichen Tellerrand hinausschaut.

In staatlichen Institutionen wie der Polizei legt man auf eine solide Allgemeinbildung viel Wert und das hat für den Bürger etwas Beruhigendes. Eine funktionierende und erfolgreiche Demokratie braucht keine gedankenlosen Befehlempfänger und -vollstrecker, sondern Frauen und Männer, die immer wissen, warum sie was tun bzw. tun sollten. Im Polizeidienst handelt es sich um Tätigkeiten, die einer besonderen Legitimation bedürfen und deshalb besonders schnell in die öffentliche Kritik geraten. Wissenstests im Auswahlverfahren der Polizei sind also keine Schikane, sondern im Interesse Ihres zukünftigen beruflichen Erfolges und vor allem der öffentlichen Akzeptanz Ihrer Aufgaben als Polizist unverzichtbar. 

Amtseid

Kein Job wie jeder andere! Da Polizisten, Soldaten und Zöllner die einzigen im Lande sind, die Gewalt ausüben dürfen, haben sie eine besondere Loyalitätspflicht gegenüber ihrem Dienstherrn und der Verfassung. Dies wird symbolisch beim Amtsantritt durch einen Dienst- bzw. Amtseid zum Ausdruck gebracht. Für Bundesbeamte lautet beispielsweise die Eidesformel wie folgt:

"Ich schwöre, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und alle in der Bundesrepublik geltenden Gesetze zu wahren und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen, so wahr mir Gott helfe."

Der Eid kann auch ohne die religiöse Beteuerung geleistet werden (§ 58 Abs. 2 BBG).

Staat und Gesellschaft wünschen sich aus guten Gründen bei Polizei, Bundeswehr und Zoll Frauen und Männer, denen klar ist, auf welche Aufgaben und Anforderungen sie sich mit ihrer Berufswahl einlassen.

Assessment Center

Als Bewerber bei der Polizei werden Sie darüber informiert, ob ein Assessment Center (AC) im Rahmen des Auswahlverfahrens vorgesehen ist. Falls dies auf Sie zukommt, sollten Sie nichts dem Zufall überlassen. Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete und der potenzielle zukünftige Dienstherr erwartet das auch. Schließlich wird man später im Beruf nur erfolgreich sein, wenn man sich auf Bewährungssituationen hinreichend vorbereitet. Und ein Assessment Center ist eine Bewährungssituation.

Worum geht es?

Die Assessment-Center-Methode (assessment = Einschätzung, Beurteilung) macht seit Jahren Furore und vielen Bewerberinnen und Bewerbern Angst und Bange. Sachlich betrachtet stellt das AC eine deutliche Erweiterung des üblichen eignungsdiagnostischen Repertoires dar, weil

  • die Anforderungen für die zu besetzenden Positionen bzw. Ausbildungsgänge für den Beruf des Polizisten typisch sind,
  • Leistungs- und Verhaltensproben vor allem auch auf soziale Kompetenzen abzielen und
  • die Bewerber Belastungen ausgesetzt werden, die im Vorstellungsgespräch nicht simulierbar sind.

Viele Bewerberinnen und Bewerber machen sich das Leben schwer, weil sie das Assessment Center als Bedrohung empfinden. Da der Erfolg nicht in den Beinen, sondern im Kopf beginnt, sollte man sich zunächst klar machen, dass die Einladung zu einem AC ein Kompliment ist. Und dann sollte man sich selbstverständlich gut vorbereiten – insbesondere auf den meist vorgesehen Kurzvortrag und die Gruppensituationsverfahren.

B

Beobachtungsfähigkeit

Man kann die Menschen aufteilen in Beobachter und in jene, die sich eher beobachtet fühlen. Es versteht sich von selbst, dass Beobachter sozial kompetenter auftreten und Situationen angemessener beurteilen. Sie bekommen halt mehr mit und das ist im Polizeiberuf außerordentlich wichtig. Im Eignungstest der Polizei wird folglich Ihre Beobachtungsfähigkeit auf die Probe gestellt.

Bestenauslese

Für das Bewerbungsverfahren bei der Polizei gilt die Bestenauslese nach Artikel 33 Abs. 2 des Grundgesetzes (GG): „Jeder Deutsche hat nach seiner Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amte.“ Dieser als „Bestenauslese“ bezeichnete Grundsatz ist verbindlich für sämtliche Eignungsauswahlverfahren im öffentlichen Dienst und damit auch bei der Polizei. Im Beamtenrecht (Bundesbeamtengesetz und den Landesbeamtengesetzen) heißt es ergänzend, dass die Auslese der Bewerberinnen und Bewerber nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ohne Rücksicht auf Geschlecht, Abstammung, Rasse, Glauben, religiöse oder politische Anschauungen, Herkunft oder Beziehungen vorzunehmen ist.



Die Bestenauslese verbietet im öffentlichen Dienst sowohl bei Tarifangestellten als auch bei Beamten

  • Ämterpatronage,
  • Regionalproporz und
  • Parteibuchkarrieren.

Die Bestenauslese ist auch bei der Beförderung, der Übertragung höherwertiger Aufgaben und dem Aufstieg in eine höherwertige Laufbahngruppe der Polizei zu beachten.



Aus Art. 33 Abs. 2 GG folgt der Anspruch eines Bewerbers auf eine ermessens- und beurteilungsfehlerfreie Entscheidung über seine Bewerbung. Da "Eignung", "Befähigung" und "Leistung" nicht eindeutig zu definieren und nie völlig objektiv zu bewerten sind, steht dem zuständigen Vorgesetzten bei der Entscheidung über die Eignung ein Beurteilungsspielraum zu. Dies gilt insbesondere für ein eventuelles Assessment Center und das Vorstellungsgespräch.

Eine ordnungsgemäße Bestenauslese setzt ein transparentes, faires und gut dokumentiertes Bewerbungsverfahren voraus. Unterlegene Bewerber können ihre Rechte im Rahmen des Anspruchs auf ein faires und ermessensfehlerfreies Bewerbungsverfahren geltend machen (Bewerbungsverfahrensanspruch). 


Bulle

Wer hätte das gedacht? Das für Polizisten gebräuchliche Schimpfwort leitet sich vom niederländischen „Bol“ ab und das steht für  „Kopf“ und  „kluger Mensch“.

Bundespolizei

1951 ist die Geburtsstunde des Bundesgrenzschutz (BGS), einer Sonderpolizei des Bundes. Die Stärke wurde zunächst auf 10.000 Mann festgelegt. Als 1956 die Bundeswehr aufgestellt wurde, gingen fast 60 Prozent der Grenzer freiwillig zu den neuen Streitkräften. Dieser personelle Aderlass konnte wieder ausgeglichen werden, als Wehrpflichtigen die Möglichkeit eingeräumt wurde, ihren Dienst beim BGS abzuleisten.

Das Laufe der folgenden Jahre erstreckte sich das Aufgabenspektrum vom Schutz der innerdeutschen Grenze, dem Bundespasskontrolldienst, der Mitwirkung bei RAF-Großfahndungen, der Sicherung von Amtssitzen bis zur Bekämpfung von Hochwasser und Waldbränden.

Als Folge der deutschen Wiedervereinigung und vielfältiger neuer Aufgaben wurde der Bundesgrenzschutz im Jahre 2005 in „Bundespolizei“ (BPOL) umbenannt. 2008 trat das Gesetz zur Neuorganisation der Bundespolizei in Kraft. Das Bundesministerium des Inneren teilt auf seiner Homepage mit:

„Die Bundespolizei untersteht dem Bundesministerium des Inneren und nimmt im Sicherheitssystem der Bundesrepublik Deutschland polizeiliche Aufgaben insbesondere in den Bereichen Grenzschutz, Bahnpolizei und Luftsicherheit wahr, die ihr durch das Grundgesetz und durch Bundesgesetze übertragen sind.“

Diese Aufgaben haben es in sich und bieten qualifizierten Bewerbern und Bewerberinnen gute Berufschancen. Aber auch hier muss man einen anspruchsvollen Polizeitest bestehen.

C           

Cooper-Test

Der nach dem amerikanischen Sportmediziner Kenneth H. Cooper benannte und insbesondere bei der Polizei anerkannte Test dient der Überprüfung der Ausdauer bzw. Belastbarkeit von Bewerbern. Es handelt sich um einen Lauf mit einer Dauer von 12 Minuten, bei dem die in dieser Zeit maximal zurückgelegte Strecke ermittelt wird. Die Herausforderung besteht darin, dass die zu bewältigende Strecke zwischen einer reinen Mittel- und einer Langstrecke liegt – man muss sich also sehr gut einschätzen, um nicht zu früh Laktat* aufzustauen, aber eben auch nicht zu langsam zu laufen.

* Wenn während einer starken Ausdauerbelastung der über die Atmung aufgenommene Sauerstoff nicht ausreicht, um den im Muskel benötigten Energiebedarf zu decken, entsteht das saure Stoffwechselprodukt Laktat.

D           

Durchsetzungsvermögen

Bewerber im Auswahlverfahren bei der Polizei müssen sich häufig in kontroversen Gruppendiskussionen (offiziell „Gruppensituationsverfahren“ genannt) bewähren. Dabei wird das Verhalten der Polizeibeamten in spe von geschulten Beobachtern bewertet. Unter anderem geht es um die Frage, inwiefern jemand die Gratwanderung zwischen Durchsetzungsvermögen und Teamfähigkeit schafft. Wer ständig versucht, die anderen Teilnehmer an die Wand zu fahren, wird als Bewerber ebenso wenig weiterkommen wie jemand, der vor lauter Harmoniebedürfnis keine Ecken und Kanten zeigt. Auf den Polizeiberuf bezogen heißt dies: Wer im Eignungsauswahlverfahren den Eindruck erweckt, nach dem Motto „erst schießen, dann fragen“ zu verfahren, bleibt als Bewerber ebenso chancenlos wie ein Kandidat, der jedem Konflikt am liebsten aus dem Wege geht und im Ernstfall lieber wegsieht.

E

Eignungsauswahlverfahren

Die Eignungsauswahlverfahren (EAV) der Bundesländer

Da es in unserem föderalen Staat 16 Länderpolizeibehörden gibt, gibt es auch 16 Eignungsauswahlverfahren. Die grundsätzlichen Anforderungen sind aber überall gleich. Zukünftige Polizeibeamte und -beamtinnen

  • müssen die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen,
  • eine gute Allgemeinbildung besitzen,
  • eine hohe intellektuelle Leistungsfähigkeit mitbringen,
  • sich konzentrieren und etwas merken können,
  • mental und körperlich (Sportleistungstest!) fit sein und
  • vom Erscheinungsbild und (Sozial)Verhalten her zum Polizeiberuf passen.

Nutzen Sie das Angebot der Einstellungsberater der Polizei

Der Autor dieses Buches hatte Gelegenheit, an einer Informationsveranstaltung über den Zugang zum Polizeiberuf und die Entwicklungsmöglichkeiten bei der Thüringer Polizei in Erfurt teilzunehmen.

Die Präsentation durch einen Kommissar der Polizeidirektion Erfurt, Herrn Jens Heidenfeldt, war prägnant auf den Punkt formuliert, konkret hinsichtlich der Anforderungen und Erschwernisse des Polizeiberufs, wies interessante berufliche Perspektiven auf und enthielt nützliche Tipps zur Vorbereitung auf das Eignungsauswahlverfahren.

Sympathisch klar waren zwei Aussagen:

1. Sie werden auch am Wochenende ab und zu in den Stiefeln stecken!
2. Es geht nicht immer nur um Mord- und Totschlag bei der Kriminalpolizei.

Also: Anrufen, Termin geben lassen und hingehen. Und – Ohren wie Schöpflöffel haben. Es lohnt sich! Die Einstellungsberater der Länderpolizeien wissen, worüber sie sprechen.

Es folgt nun eine Darstellung der schriftlichen und mündlichen Auswahlverfahren nach den alphabetisch geordneten Bundesländern.

Baden-Württemberg

Der Einstellungstest dauert einen Tag und beinhaltet ein(en)

  • Diktat,
  • Sprachverständnistest,
  • computergestützten Intelligenztest,
  • Auswahlgespräch und
  • abschließendes Gespräch.
  • Das Auswahlgespräch ist ein strukturiertes Interview. Es geht um Fragen zur
  • Sozialkompetenz,
  • Belastbarkeit,
  • Leistungsbereitschaft,
  • Selbstkontrolle und
  • Eigenständigkeit.

Dabei kommt es auch auf die Ausdrucksfähigkeit und die Umgangsformen an.

Bayern

Die Einstellungsprüfung für den mittleren Dienst (mD) dauert zwei Tage. Dies sind die Anforderungen im Polizeitest:

  • 90minütiger Sprachtest am Computer (Rechtschreibung, Satzzeichen, Grammatik, Wortverständnis, Sprachgefühl).
  • Test von Grundfähigkeiten (logisches Denken, Merkfähigkeit, Kombinationsaufgaben).
  • Auswahlgespräch.
  • Gruppendiskussion.
  • Im Auswahlgespräch geht es um
  • Sozialkompetenz,
  • Belastbarkeit und
  • Leistungsbereitschaft.

Im Rahmen des Interviews können Sie sich durch Fragen zum Polizeiberuf profilieren. Überlegen Sie sich also unbedingt einige Themen, die Sie ansprechen könnten. 

Interessenten für den gehoben Dienst (gD) und damit einem Studium müssen zwei Auswahlverfahren absolvieren: Ein Auswahlverfahren des Landespersonalausschusses und einen Einstellungstest des Präsidiums der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Die erste Auswahlprüfung (ein halber Tag) ist eine schriftliche Prüfung mit folgenden Inhalten:

  • Sprachfertigkeiten,
  • Kenntnisse in den Bereichen Geografie, Geschichte, Wirtschaft und Recht,
  • Kenntnis der staatlichen und politischen Grundlagen Bayerns, der Bundesrepublik Deutschland und der EU und
  • zeitgeschichtlicher Ereignisse in Kultur und Politik.
  • Der zweite Teil der Prüfung dauert einen Tag. Die Anforderungen bestehen aus
  • einem Einstellungsgespräch in Form eines strukturierten Interviews (soziale Kompetenz, Belastbarkeit und Leistungsbereitschaft) und
  • einer Gruppendiskussion (Kommunikationsfähigkeit, Eigeninitiative und Kooperationfähigkeit).

www.polizei.bayern.de

Berlin

Die schriftliche Prüfung (mittlerer Dienst) besteht in

  • einem Diktat,
  • einem Intelligenztest,
  • einem Gedächtnistest und
  • einem Wissenstest.

Die mündliche Prüfung (mittlerer Dienst) beinhaltet

  • die persönliche Vorstellung,
  • eine Gruppendiskussion (Lösung einer polizeibezogenen Aufgabe) und
  • ein strukturiertes Interview (unter anderem zu Themen, die in den Medien behandelt werden).

Wer sich für die Laufbahn im gehobenen Dienst interessiert, muss zusätzlich den Test "Textwiedergabe" bestehen.

Die Berliner Polizei weist daraufhin, dass sie besonders an Bewerberinnen/Bewerbern interessiert sei, die über (möglichst muttersprachliche) Fremdsprachenkenntnisse verfügen; insbesondere Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch oder Vietnamesisch.

www.berlin.de

Brandenburg

Der zweitägige Eignungstest besteht (neben der Sportprüfung) in

  • einem schriftlichen Teil (Diktat, Textverständnis, Allgemeinbildung, kognitive Eigenschaften, Konzentration, psychologischer Test),
  • einem Einzelgespräch (Allgemeinbildung Politik/Gesellschaft, Argumentation) und
  • einem Gruppengespräch (Kommunikationfähigkeit, Sozialkompetenz).

Absolvieren Sie auf jeden Fall einige Tests zur Allgemeinbildung.

www.internetwache.brandenburg.de

Bremen

Der Polizeitest dauert zwei Tage und gliedert sich in die folgenden Anforderungen:

  • Rechtschreibtest.
  • Intelligenz-Test.
  • Eignungsgespräch in Gruppen (ein Problemthema soll im Team erörtert werden/es geht um soziale Kompetenz).
  • Einzelgespräch (=Eignungsgespräch).

Im Einzelgespräch geht es nicht nur um den Berufswunsch und persönliche Neigungen, sondern oft auch um allgemeine Wissensgebiete. 

www.polizei.bremen.de

Hamburg

Im zweitägigen Auswahlverfahren der Polizei Hamburg sind zunächst die folgenden schriftlichen Anforderungen zu meistern:

  • Beherrschung der deutschen Sprache (Diktat in neuer Rechtschreibung, Aufsatz, Bericht).
  • Logisch-analytisches Denken.
  • Konzentrationsfähigkeit.
  • Merkfähigkeit.
  • Fragen zur Allgemeinbildung auf den Gebieten Politik, Geschichte, Wirtschaft und Gesellschaft.
  • Fragen aus den Bereichen Mathematik, Geographie, Kunst und Kultur sind meist ebenfalls vorgesehen.

Je nach Dienstweg fällt der Einstellungstest zwar etwas unterschiedlich schwer und umfangreich aus, von den Grundzügen her sind die Tests jedoch miteinander vergleichbar.

Im mündlichen Prüfungsteil gilt es im Rahmen eines Einzelinterviews die Prüfungskommission zu überzeugen von

  • der mündlichen Ausdrucksfähigkeit,
  • dem persönlichen Urteilsvermögen sowie
  • der Argumentationsfähigkeit.

Tipp: Verfolgen Sie unbedingt das aktuelle Zeitgeschehen.

Bewerber/innen für den gehobenen Dienst müssen außerdem an einer Gruppendiskussion teilnehmen, in der meist eine polizeibezogene Aufgabe gemeinsam zu lösen ist. 

Hessen

Das Eignungsauswahlverfahren für den gehobenen Polizeivollzugsdienst dauert eineinhalb Tage. Bewerber/innen müssen sich bewähren in

  • einem computergestützten  psychologischen Testverfahren. Hier werden die Bereiche Intelligenz, Konzentrationsleistung, Persönlichkeitsmerkmale und Rechtschreibung getestet.
  • einer Gruppenaufgabe. Hier ist mit den Mitbewerben und Mitbewerberinnen ein Problem zu lösen. Bewertet werden Team- und Kommunikationsfähigkeit.
  • einem Einzelinterview, in dem es um die Berufsmotivation und persönliche Eigenschaften geht, die man im Polizeiberuf braucht.

Anmerkung: Die Polizei Hessen stellt nur Bewerber/innen  für den gehobenen und höheren Dienst ein.

www.polizei.hessen.de

Mecklenburg-Vorpommern

In der Auswahlprüfung (mittlerer Dienst) werden Sie konfrontiert mit

  • einem Diktat,
  • einem psychologischen Leistungstest (verbales, numerisches und figurales Denken sowie Merkfähigkeit) und
  • einem Vorstellungsgespräch, in dem es um allgemeine Kenntnisse, sprachliche und soziale Kompetenzen und die Erwartungen an den Polizeiberuf geht.

Die Auswahlprüfung für den gehobenen Dienst sieht noch eine Gruppendiskussion vor, in die Kooperationsfähigkeit unter Beweis zu stellen ist.

www.polizei.mvnet.de

Niedersachsen

Das Eignungsauswahlverfahren beginnt mit dem GöPA (Göttinger Personal-Auswahl), einem Computertest mit den folgenden Aufgaben:

  • Sprache und Ausdruck.
  • Denken und Problemlösen.
  • Gedächtnisübungen.
  • Postkorb.
  • Rechtschreibtest.

Ein zweiter Teil des Auswahlverfahrens findet für die erfolgreichen Teilnehmer/innen einige Wochen später in Form eines strukturierten Interviews statt. Ein Gremium mit Angehörigen der jeweiligen Polizeidirektion beurteilt

  • die Kontaktstärke,
  • die Einstellung zum Beruf,
  • das Sozialverhalten,
  • die emotionale Belastbarkeit und
  • die Fähigkeit zur Initiative

www.polizei.niedersachsen.de

Nordrhein-Westfalen

Das Auswahlverfahren für den gehobenen Polizeivollzugsdienst besteht zunächst in einem umfangreichen computergestützten Testverfahren zur Erfassung folgender Merkmale:

  • Analytische Fähigkeiten (logische Schlüsse, Zahlensymbole, Tatsache oder Meinung, Wortanalogien etc.).
  • Gedächtnis.
  • Kommunikationsfähigkeit (Korrektur von Wörtern, Sätzen oder Texten).
  • Soziale bzw. persönliche Kompetenzen.
  • Berufsmotivation.
  • Eigenständigkeit, Fähigkeit zum strategischen Denken und Werteorientierung.
  • Konflikt-, Kooperations- und Teamfähigkeit.
  • Entscheidungs- und Umsetzungsfähigkeit (Situationen aus dem polizeilichen Berufsleben werden anhand vorgegebener Antwortalternativen bewertet).

Nach einem "Formalgespräch" findet noch ein computergestützter Test zur Überprüfung von
 Reaktionsschnelligkeit, Aufmerksamkeit und
 Konzentrationsfähigkeit statt.


Zum nachfolgendem halbtägigen Assessment-Center werden Sie gesondert eingeladen. Das kommt auf Sie zu:

  • Rollenspiele (z. B. Konflikt mit einem Kollegen).
  • Präsentation (Vortrag).
  • Strukturiertes Auswahlgespräch (Selbstvorstellung, biografische Fragen).

www.polizei-nrw.de

Rheinland-Pfalz

Der Eignungstest dauert zwei Tage. Zunächst wird das "Dokumentationsvermögen" bewertet. Die Anforderungen im computergestützten Test:

  • Sprachverständnis und Rechtschreibkenntnisse.
  • Die Fähigkeit, Informationen wahrzunehmen und zu verarbeiten.
  • Die Ausdrucksfähigkeit.
  • Die Intelligenzstruktur.
  • Die Merk-, Konzentrations- und Belastungsfähigkeit.
  • Die Kommunikations- und Teamfähigkeit nebst Verhandlungsgeschick sind in einer Gruppendiskussion
zu zeigen.

Die Prüfung schließt mit einem Vorstellungsgespräch ab. Hier geht es um

  • persönliche Interessen,
  • die Ergebnisse der übrigen Tests,
  • allgemeine Themen und Wissensbereiche und
  • Fragen zum Polizeiberuf.

www.polizei.rlp.de

Saarland

Die Polizei des Saarlandes gibt auf ihrer Homepage bekannt, dass das Auswahlverfahren aus einer Sportprüfung, einer ärztlichen Untersuchung auf Polizeidiensttauglichkeit sowie einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung besteht. Um den Frauenanteil in der Polizei zu erhöhen, ist das Saarland besonders an der Bewerbung von Frauen interessiert.

Besonders interessant ist dieser Hinweis: "Angaben über ehrenamtliche Tätigkeiten sind erwünscht."

Sachsen

Die Eignungstests beinhalten neben der Sportprüfung und der ärztlichen Untersuchung einen schriftlichen und einen mündlichen Teil.

Am ersten Tag gilt es in einem computergestützten Fähigkeitstest die folgenden Anforderungen zu bewältigen:

  • Intelligenztest.
  • Diktat, Lückentest und Fremdwörter verstehen.
  • Persönlichkeitstest.
  • Der mündliche Teil am zweiten Auswahltag besteht in
  • einer Gruppenaufgabe und
  • einem Einzelinterview (beides am 2. Tag).

In der Gruppenaufgabe geht es um Kommunikations-, Kooperations- und Teamfähigkeit. Im Einzelinterview wird die persönliche Eignung noch einmal genau unter die Lupe genommen (Einstellung zum Beruf, Allgemeinbildung, soziale Kompetenz, Auftreten etc.).

Das Auswahlverfahren für den gehobenen Polizeivollzugsdienst unterscheidet sich nach Auskunft der Polizei Sachsen vom Auswahlverfahren für den mittleren Polizeivollzugsdienst grundsätzlich durch einen größeren Umfang und höheren Anspruchsgrad im computergestützten Fähigkeitstest und durch Inhalte im mündlichen Eignungstest, bei denen es unter anderem auch um die Führungsfähigkeit geht.

www.polizei.sachsen.de

Sachsen-Anhalt

Das zweitägige Eignungsauswahlverfahren sieht neben dem Sporttest und der ärztlichen Untersuchung die folgenden Anforderungen vor:

  • Einen Rechtschreibtest
in Form eines Lückendiktates.
  • Einen computergestützten Eignungstest zur
Überprüfung von verbaler, numerischer, figuraler Intelligenz, schlussfolgerndem 
Denken, Gedächtnisleistung und Allgemeinwissen.

An einem zweiten Tag müssen sich die bisher erfolgreichen Bewerber/innen bewähren in

  • einer Gruppendiskussion mit Mitbewerbern/-innen und
  • einem Interview (Einzelgespräch).

In der Gruppendiskussion geht es um Kommunikations-, Kooperations- und Teamfähigkeit. Im Einzelinterview wird die persönliche Eignung nochmals geprüft (Einstellung zum Beruf, Allgemeinbildung, soziale Kompetenz, Auftreten etc.).

www.polizei.sachsen-anhalt.de

Schleswig-Holstein

Das Auswahlverfahren für den mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst findet an mehreren nicht direkt aufeinander folgenden Tagen statt. Für den mittleren Dienst sieht der Eignungstest (neben der Sportprüfung) die folgenden zwei jeweils eintägigen Prüfungsteile vor:

  • Ein Diktat und einen Intelligenztest.
  • Ein Einzelgespräch (es geht um das Auftreten, die Allgemeinbildung, das Ausdrucksvermögen und das äußere Erscheinungsbild).

Für den Einstieg in den gehobenen Dienst (zwei Tage) sind Leistungen in den folgenden Bereichen zu erbringen:

  • Sprach- und Bildungstest (Deutsch, Politische Bildung, Natur und Technik, Diktat) und Intelligenztest.
  • Einzelgespräch (Auftreten, Allgemeinbildung, Ausdrucksvermögen, äußeres Erscheinungsbild). Im Rahmen des Einzelgesprächs ist ein Kurzreferat von ca. 5 - 7 Minuten Dauer über ein Thema aus den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft/Politik oder Natur und Technik zu halten.

www.polizei.schleswig-holstein.de

Thüringen

Das Eignungsauswahlverfahren für den Polizeivollzugsdienst besteht aus drei Testabschnitten, die jeweils an unterschiedlichen Tagen zu absolvieren sind.
Die Testabschnitte sind zeitlich voneinander getrennt. Im ersten Testabschnitt sind von den Bewerbern für den mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst die folgenden Anforderungen zu bewältigen:

  • Rechtschreibprüfung am PC (neue deutsche Rechtschreibung).
  • Psychologisches Testverfahren/Merkaufgaben am PC.
  • Vorstellungsgespräch.

Der zweite Testabschnitt besteht in der Polizeitauglichkeitsuntersuchung.

Bewerber für den gehobenen Polizeivollzugsdienst müssen in einem dritten Testabschnitt an einem Assessment-Center teilnehmen und einen Englisch-Test bestehen.

www.thueringen.de

Als Bewerber Zeitung lesen

Bei der Polizei werden Nachwuchskräfte gebraucht, die eine solide Allgemeinbildung mitbringen und das Tagesgeschehen interessiert verfolgen. Lesen Sie also regelmäßig eine Tageszeitung bzw. gehen Sie auf die entsprechenden Online-Seiten.

  • Im Auswahlverfahren der Polizei könnten Sie zum Beispiel gebeten werden, einen Aufsatz zu einem aktuellen Thema zu schreiben.
  • Bei den Gruppenverfahren (z. B. im Rahmen eines Assessment Center) werden aktuelle Fragen/Debatten thematisiert.
  • Natürlich müssen Sie die wichtigsten handelnden Personen in Politik und Gesellschaft kennen – und auf die stoßen Sie regelmäßig in der Zeitung.
  • Auch im Vorstellungsgespräch müssen Sie zeigen, dass Sie auf dem Laufenden sind. Wer als Bewerber bei der Polizei in Hamburg mit der „Roten Flora“ oder dem „Schanzenviertel“ nichts anfangen kann, hat schlechte Karten. 

Emphatie

Die einschlägigen Forderungen in vielen Berufsfeldern lauten: Mit dem Kopf des anderen denken! Sich in die Gefühlswelt von Gesprächspartnern hineinversetzen! Kunden und Mitarbeiter dort abholen, wo sie mental oder inhaltlich stehen! Ein gutes Gespür für andere haben! Das gilt auch für den Polizeiberuf, wobei allerdings menschliches Verhalten „verstehen“ nicht heißt, dieses zu akzeptieren. Aber gerade ein Polizist muss im Konfliktfall wissen, wie die Konfliktparteien psychisch „ticken“, um eine unnötige Eskalation der Situation zu vermeiden.

Letztlich geht es um die Fähigkeit der „Perspektivenübernahme“ – man versetzt sich in die Rolle eines anderen und versucht, die Welt aus dessen Sicht zu sehen. Es versteht sich von selbst, dass beispielsweise der Kriminologe im Außendienst oder die Kolleginnen und Kollegen vom MEK oder SEK auf diesem Gebiet besonders begabt sein müssen. Und nicht zu vergessen sind in diesem Zusammenhang natürlich die Profiler.

Erörterung

Die Erörtung ist ein tyischer Bestandteil vom Eignungstest bei der Polizei. Orientieren Sie sich bei der Gliederung an die klassische Dreiteilung.

A            Einleitung

Zunächst muss das Thema umrissen und die Fragestellung formuliert werden. Diese ist normalerweise mit der Überschrift identisch. Beispiele: „Pro und Contra Datenvorratshaltung.“ - „Das Spannungsfeld zwischen Datenschutz und Verbrechensvorbeugung“. – „Pro und Contra Nacktscanner.“

B            Hauptteil (Pro oder Contra)

Wenn Sie in Ihrer Erörterung einen Standpunkt beziehen (sollen), beginnen Sie mit jenen Argumenten, die gegen Ihre Auffassung sprechen. Beispiel: Wenn Sie für die Datenvorratshaltung sind, beginnen Sie mit den „Contra-Argumenten“.

Argument 1

Belege (evtl. Beispiele)

Argument 2

Belege (evtl. Beispiele)

Argument 3

Belege (evtl. Beispiele) etc.

Jetzt führen Sie Ihre „Pro-Argumente“ an.

Argument 1

Belege (evtl. Beispiele)

Argument 2

Belege (evtl. Beispiele)

Argument 3

Belege (evtl. Beispiele) etc.

C            Schluss

Hier werden die Argumente noch einmal gegeneinander abgewogen und bewertet. Als Fazit formulieren Sie dann Ihre persönliche Meinung, einen Ausblick, einen Kompromiss oder eine Empfehlung. Da ein Polizist parteipolitisch neutral zu sein hat, beziehen Sie sich nicht auf die Position von Parteien, sondern auf Sachargmente bzw. Sachinformationen, die Ihnen zur Verfügung stehen.

F           

Flexibilität

Auf der Homepage der Bundespolizei (BPOL) heißt es: „Sie besitzen Leistungsbereitschaft, Soziale Kompetenz, Flexibilität und Mobilität (...).“ Die meisten Bewerber haken diese Anforderung sofort ab. „Flexibel? Klar bin ich flexibel!“ Aber was heißt das konkret im beruflichen Alltag?

Hier ein konkretes Beispiel: Im Oktober 2008 hat eine Zugbegleiterin der Deutschen Bahn ein 12-Jähriges Mädchen aus dem Zug geworfen, weil es keine gültige Fahrkarte vorweisen konnte. Das Mädchen musste fünf Kilometer mit einem Cello auf dem Rücken im Dunkeln nach Hause marschieren. Im Nachhinein hat man die sture und herzlose Zugbegleiterin vom Dienst suspendiert. Aber der Image-Schaden war damit nicht beseitigt. Flexibilität – zum Beispiel bei der Auslegung und Anwendung von Vorschriften unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit – ist eben doch viel mehr als nur ein Wort. Flexibilität ist die Umstellfähigkeit im Kopf, das elastische Reagieren auf neue und unerwartete Anforderungen und Bewährungssituationen. In diesem Sinne muss ein Polizist flexibel sein und dies im Einstellungstest auch zeigen.

Fragetechniken

Wer fragt führt! In diesem Sinne haben Polizeibeamte bei ihren Einsätzen Fragen zu stellen. Und deshalb ist es durchaus vorteilhaft, wenn man als Bewerber um einen Ausbildungsplatz oder ein Studium bei der Polizei die „Forensische Interviewtechnik“ kennt: „WER hat WAS WO WANN getan, WIE, WOMIT und WARUM?“ Damit kann man gegebenenfalls im Vorstellungsgespräch punkten.

G           

Gedächtnis

Ja – gute Polizeibeamte haben ein gutes Gedächtnis. Sie müssen beispielsweise Gesichter wiedererkennen und Tatabläufe rekonstruieren können. Deshalb werden bei den Auswahlverfahren der Polizei in der Regel Gedächtnistests bzw. Test zur Merkfähigkeit durchgeführt.

Gehobener Dienst/gD

Bitte beachten Sie auch hier die Unterschiede zwischen den Länderpolizeien. Allgemeine Voraussetzungen sind u.a.

  • eine zum Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder ein als gleichwertig anerkannten Bildungsstand.
  • Es wird eine bestimmte Abschlussnote vorausgesetzt, bei Zwischenzeugnissen wird ein Notendurchschnitt aus den Hauptfächern (Deutsch und Mathematik sind dabei) ermittelt.

Wer im gehobenen Dienst weit überdurchschnittliche Leistungen zeigt, kann in den höheren Dienst aufsteigen.

Gruppensituationsverfahren

Im Mittelpunkt der Assessment-Center-Methode (AC) stehen meist kontroverse Gruppendiskussionen zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten. Dabei wird das Verhalten der Teilnehmer von geschulten Beobachtern protokolliert und bewertet. Unter anderem geht es um die Frage, inwiefern jemand die Gratwanderung zwischen Durchsetzungsvermögen und Teamfähigkeit schafft, denn genau das muss ein Polizeibeamter in seinem Berufsalltag ja hinbekommen. Er muss sich in kritischen Situationen durchsetzen können, aber im Zweifelsfall im Benehmen mit seinen Kolleginnen und Kollegen. Der gute Polizist ist ein guter Teamplayer.

Wer also mit dem Vorsatz in ein AC geht, die anderen an die Wand zu fahren, wird als Bewerber ebenso wenig weiterkommen wie jemand, der vor lauter Harmoniebedürfnis keine Ecken und Kanten zeigt. In der Regel werden bei einer Gruppendiskussion folgende Verhaltensmuster beobachtet und protokolliert:

  • Initiative ergreifen.
  • Lösungen vorschlagen.
  • Koordinieren.
  • Gemeinsamkeiten zwischen abweichenden Standpunkten feststellen.

Diese Verhaltensweisen sind konstruktiv-leistungsorientiert und werden deshalb positiv bewertet. In jedem erfolgreichen Team werden aber auch Mitglieder gebraucht, die etwas für das Binnenklima beziehungsweise den emotionalen Zusammenhalt tun. Es ist also durchaus vorteilhaft, im AC auch die folgenden Verhaltensmuster zu zeigen, die in der Gruppendynamik als konstruktiv sozio-emotional bezeichnet werden:

  • Auf andere und deren Ideen positiv eingehen.
  • Auf einen vernünftigen Umgangsstil achten.
  • Kontroverse Meinungen versöhnen.
  • Regeln formulieren

Die hier aufgeführten Rollen stehen für die Schlüsselqualifikation Teamfähigkeit und im Zweifelsfall schneiden Sie gut ab, wenn Sie sich genau auf diesem Feld als gut erweisen.

 Beispiele für sozio-emotional konstruktives Verhalten

  •  „Lassen Sie doch bitte Herrn X ausreden.“
  • „Ich schlage vor, noch einmal die Idee von Frau Y aufzugreifen.“
  • „So weit liegen Sie mit ihren Vorstellungen gar nicht auseinander. Der gemeinsame Ansatz bei ihnen beiden besteht ja darin, dass …“
  • „Ich schlage vor, die Redezeit für jeden auf drei Minuten zu begrenzen.“
  • „Was Sie da gerade gesagt haben, ist eine gute Grundlage für unsere weitere Diskussion.“

 Und wofür bekommt man im Gruppensituationsverfahren der Polizei Minuspunkte bzw. befördert sich ins Aus? Dies sind typisch „dysfunktionale“ Verhaltensmuster:

  • Dominieren
  • Ablehnen von Ideen, die nicht die eigenen sind
  • Hartnäckige Argumentation zu einem Punkt
  • Herabsetzung anderer
  • Sich in den Mittelpunkt stellen
  • Ausgiebiges Reden
  • Passives Verhalten
  • Rückzug in die „Schmollecke“

Klar, dass derartige Verhaltensweisen den Zusammenhalt in einem Team gefährden.

H           

Hobbys

„Sag’ mir, was Du in Deiner Freizeit treibst und ich sage Dir, wer Du bist!“ An dieser Aussage ist etwas ’dran. Wer als Hobby Querflöte spielt ist psychisch anders gestrickt als jemand, der keinen Marathonlauf in seiner Region versäumt. Wer in seiner Freizeit Mannschaftssport betreibt ist im Zweifelsfall eher ein Teamplayer als jemand , der am liebsten Soduko-Aufgaben löst. Natürlich soll man in der schriftlichen Bewerbung und später im Vorstellungsgespräch nicht jemand sein wollen, der man nicht ist – aber die Freizeitbeschäftigung sagt nun einmal etwas über die Persönlichkeit von Bewerbern aus. Die Aussage, dass man gern lese oder Musik höre verdient durchaus Anerkennung, empfiehlt einen aber nicht zwingend für den Polizeiberuf.

Höher Dienst/hD

Die Laufbahn des höheren Dienstes steht vor allem Hochschulabsolventen (z. B. Master) offen. Gute Chancen haben Rechts-, Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaftler. Generell gibt es aber für alle Studiengänge Einstiegschancen.

Jeder Polizeibeamte hat grundsätzlich die Chance, bis nach ganz oben aufzusteigen. Die Laufbahnen bei der Polizei sind also "durchlässig"!

I           

Interkulturelle Kompetenz

Alle Bundesländer suchen für den Polizeidienst verstärkt nach Bewerbern mit Migrationshintergrund. Warum? Weil in unserem Land viele Migranten bzw. Menschen mit einem Migrationshintergrund leben, zu denen ein Polizist im Konfliktfall einen Zugang finden muss. Wer über die entsprechende interkulturelle Kompetenz verfügt, kann Auseinandersetzungen zwischen Parteien unterschiedlicher ethnischer Herkunft in der Regel besser regulieren, als jemand, der keine Ahnung von kulturell bedingten Empfindlichkeiten und Umgangformen hat. Und an dieser Stelle müssen deutsche Bewerber ohne Migrationshintergund aufpassen, dass sie im Vorstellungsgespräch nicht den Eindruck erwecken, Ausländer im Zweifelsfall zu diskriminieren. Die teilweise unerfreuliche Kriminalitätsrate in bestimmten Bevölkerungsgruppen ist das eine, aber sie darf bei einem notwendigen Polizeieinsatz nicht zu einer Ungleichbehandlung oder gar einer gedanklichen Vorverurteilung führen.

J           

Judikative

Die wichtigste Errungenschaft der Demokratie besteht in der Gewaltenteilung, von der viele Völker heute noch träumen. Gewaltenteilung heißt, dass es eine Legislative, eine Judikative und eine Exekutive gibt. Beispiel: Die Legislative (gesetzgebende Institution/Parlament) erlässt ein Gesetz zum Schusswaffengebrauch bei der Polizei. Die Exekutive – das ist die Regierung bzw. konkret das Innenministerium – setzt das Gesetz in der Praxis durch und die Judikative schreitet ein, wenn das Gesetz gegen das Grundgesetz verstößt bzw. wenn ein Polizist mit seiner Walther P99 den Cowboy spielt.

K           

Kommunikationsfähigkeit

Der Polizist ist ein Spezialist für Grenzsituationen. Um als Beispiel eine besondere Herausforderung bei einem Polizeieinsatz zu nehmen: Lässt sich eine Geiselnahme in einer Bank mit Worten beenden oder mit einer Schießerei? Die Erfahrung hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass die Kommunikationsfähigkeit und das Verhandlungsgeschick der involvierten Polizeibeamten oft Schlimmeres verhüten konnte. Ein Polizist kann mit seiner kommunikativen Kompetenz Konfliktsituationen entschärfen und unnötige Eskalationen verhindern. Solche Frauen und Männer werden bei der Polizei gesucht.

L           

Loyalität

Was hat Julius Caesar einmal gesagt? „Ich liebe den Verrat, aber ich hasse den Verräter.“ Und was sagen Sie als Bewerber im Vorstellungsgespräch bei der Polizei, wenn Sie gefragt werden, was Sie unter Loyalität verstehen?

Wie finden Sie diese Antwort?

„Loyalität – das ist für mich Verlässlichkeit, Geradlinigkeit und vor allem Integrität. Ein loyaler Polizeibeamter würde zum Beispiel niemals hinter dem Rücken seines Vorgesetzten gegen ihn arbeiten oder ihn diskreditieren. Man muss offen seine Meinung sagen.“

Alles sachlich richtig, aber doch etwas zu dünn vorgetragen.

Hier eine weitere mögliche Antwort.

„Wenn ein Unternehmen – hier der Staat – eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat, so hat nach meinem Verständnis der Angestellte bzw. Beamte selbstverständlich eine Loyalitätspflicht. Dazu gehört zum Beispiel, dass man seinen Arbeitgeber und Dienstherrn nicht schlecht redet und seine Aufgaben pflichtgemäß erfüllt, auch wenn man einmal anderer Meinung ist.“

Das ist eine gute Reaktion auf die Frage nach der Loyalität.

Und hier ist noch eine dritte Alternative:

„Loyalität heißt für mich, dass man durchaus kritisch sein darf und sollte – aber wenn etwas entschieden ist, muss man das mittragen und darf nicht hinter dem Rücken der Vorgesetzten deren Entscheidungen unterlaufen. Die Loyalität endet allerdings da, wo der Vorgesetzte mit seinen Maßnahmen und Entscheidungen offenkundig Recht und Gesetz verletzt.“

Das ist auch eine gute Antwort.

M           

Merkfähigkeit

In der Regel wird von Bewerbern im Polizeitest die Merkfähigkeit geprüft. Zum einen gibt es dafür entsprechende psychologische Testverfahren, es kann aber auch sein, dass Ihnen ein Bericht vorgelegt wird, der viele Einzelheiten enthält, die man sich merken muss. Lesen Sie das folgende Beispiel:

Fallstudie Merkfähigkeit: „Einsatz mit Sonderrechten“Beispiel

„Mit Blaulicht geht es um 18:10 Uhr zum Tatort Fruchtallee 110. Kaum sind Sie mit Ihrer Kollegin da, kommt eine Frau auf Sie zu und zeigt einen Raub an. Ihr teures Notebook sei ihr vor einer Viertel Stunde gewaltsam entrissen worden und der Täter sei dann in das Haus Nr. 110 geflüchtet. Das Opfer beschreibt den Tatverdächtigen wie folgt: ca. 1,80 m groß, kurze Haare, eher blond, zwischen 20 und 25 Jahre alt. Er trägt blaue Jeans, ein schwarzes Hemd und Turnschuhe mit einem Firmenlogo. Außerdem war dem Opfer die ungewöhnlich hohe Stimme aufgefallen.

Sie finden den Tatverdächtigen – die Beschreibung passt gut – im Treppenhaus der 4. Etage. Auf die Frage, warum er sich hier aufhalte, antwortet er, dass er seinen Freund Mathias suche. Den Nachnamen kenne er nicht, da man sich ja duze.

Ein Notebook hat der Tatverdächtige nicht bei sich und den Verdacht des Diebstahls weist er weit von sich. Er habe selbst einen Computer und müsse deshalb keinen stehlen. Da er sich nicht ausweisen kann, nehmen Sie ihn mit auf die Wache.

Natürlich haben Sie auch die Personalien des Opfers aufgenommen: Lisa Dingenskirchen, geboren am 5.5.1988 in Dreieich. Anschrift: Meisenstieg 7 in 54321 Nordkirchen.“

Soweit dieser Fall.

Aufgabe:

Lesen Sie den Ablauf noch einmal gründlich durch und versuchen Sie sich alle Details gut einzuprägen. Dann setzen Sie sich bitte an Ihren Computer und schreiben Sie alles aus dem Gedächtnis auf (ein Blatt Papier tut es natürlich auch). Man sollte schon über die Hälfte der Fakten im Kopf haben, um diesen Eignungstest zu bestehen.           

Mittlerer Dienst/mD

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um in den mD einsteigen zu können? Hier einige beispielhafte Kriterien, da es zwischen den Bundesländern Unterschiede gibt.

  • Sie besitzen bzw. erwerben einen mittleren Bildungsabschluss (Realschule oder als Hauptschüler einen als gleichwertig anerkannten Abschluss) oder einen Abschluss höherer Schulen. 


  • Manchmal wird noch eine "förderliche" Berufsausbildung verlangt.
  • Sie können einen bestimmten Notendurchschnitt (s. Portal der Polzeien) in Ihrem Bewerbungszeugnis nachweisen. Mit abgeschlossener Berufsausbildung sind Ausnahmen vom Mindestnotendurchschnitt möglich.
  • Sie müssen am Tag Ihrer gewünschten Einstellung ein Mindestalter erreicht haben und dürfen ein bestimmes Alter nicht überschritten haben (s. Portal der Polizeien). Beispiel Berlin: 16 - 24 Jahre.
  • Sie können außerhalb dieser Altergrenze zugelassen werden, wenn Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine mindestens 2-jährige hauptberufliche Berufstätigkeit nachweisen können (s. Polizei Berlin).

Anmerkung: Manche Bundesländer haben den mittleren Dienst abgeschafft, weil die Anforderungen an den Polizeiberuf enorm gestiegen sind.

N

NATO-Alphabet

PAPA, OSCAR, LIMA, INDIA, ZULU, ECHO, INDIA! Alles klar? Polizei! Zur unmissverständlichen Kommunikation im englischsprachigen Funkverkehr ist die Beherrschung des NATO-Alphabetes unbedingt erforderlich. Dies gilt auch für die deutsche Polizei bei Auslandeinsätzen bzw. für die Kommunikation über die Landesgrenzen hinweg.

A           ALFA
B           BRAVO
C           CHARLIE
D           DELTA
E           ECHO
F            FOXTROT
G            GOLF
H           HOTEL
I            INDIA
J            JULIETT
K            KILO
L            LIMA
M            MIKE
N            NOVEMBER
O            OSCAR
P            PAPA
Q            QUEBEC
R            ROMEO
S            SIERRA
T            TANGO
U            UNIFORM
V            VICTOR
W            WHISKEY
X            X-RAY
Y            YANKEE
Z            ZULU

Im Deutschen stehen für die Umlaute Ä, Ö und Ü die Begriffe „Ärger“, „Ökonom“ und „Übel“.

O           

Objektivität

Der zeitlose Film „Casablanca“ mit Humphrey Bogart endet u. a. mit den Worten „Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen!“ Wer als Bewerber bei der Polizei den Eindruck erweckt, die „üblichen Verdächtigen“ schon am Äußeren und an Äußerlichkeiten zu erkennen, fliegt im Auswahlverfahren ’raus. Das heißt nicht, dass man nicht auf das Äußere achten soll – ganz im Gegenteil – aber man darf als Polizist nicht voreilig mit einem Urteil bzw. einer Schlussfolgerung fertig sein.

P           

Postkorb-Übung

Typisch für ein Assessment Center ist der „Postkorb“. Im Rahmen dieser Übung haben die Bewerber diverse Notizen, Briefe, E-Mails und Geschäftsvorgänge zu sichten, zu bewerten und zu bearbeiten. Es gilt

  • alle Informationen im komplexen Zusammenhang zu beurteilen,
  • Prioritäten zu setzen,
  • nicht in Hektik zu geraten und
  • dennoch schnell zu entscheiden.

Genau dies sind Anforderungen, die ein Polizist im Dienstalltag zu bewältigen hat. Wer jeden Vorgang im „Postkorb“ isoliert betrachtet und alles hübsch der Reihe nach abarbeitet, fällt durch. Man braucht also einen Helikopter-Blick und danach erst die Liebe zum Detail. Hilfreich sind die folgenden Leitfragen:

  • Nehme ich alle Informationen auch im Detail auf?
  • Was hängt womit zusammen?
  • Was ist wirklich wichtig?
  • Was muss sofort erledigt werden?

Genau diese Fragen haben viel mit dem zukünftigen beruflichen Erfolg bei der Polizei zu tun und deshalb hat die AC-Methode von allen Auswahlverfahren oft die größte Nähe zu den späteren Anforderungen im Beruf.

Q           

Qualifikation

Die qualitativen Ansprüche an den Polizeiberuf sind besonders hoch, weil Fehler und Fehlverhalten tragische Folgen haben können. Wenn jemand in einer Firma einem Kunden eine falsche Rechnung ausstellt, lässt sich das wieder in Ordnung bringen – wenn ein Polizist als Träger des staatlichen Gewaltmonopols die Verhältnismäßigkeit des Schusswaffengebrauchs missachtet, lässt sich die voreilig abgeschossene  Kugel nicht wieder zurückholen.

R

Reaktionsgeschwindigkeit            

Die sprichwörtliche "lange Leitung" keinen einem als Polizist  bzw. den Kameraden das Leben kosten. Die Umstellfähigkeit auf sich manchmal blitzschnell ändernde Lagen bzw. Gefahrensituationen gehört zu dn ganz wichtigen Anforderungen de Polizeiberufes. Lesen Sie  unter dem Buchstaben W etwas über den "Wiener Test", der Eigenschaften wie Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit erfasst. 

Rechtschreibleistung

Als Repräsentant des Staates und des staatlichen Gewaltmonopols muss man als Bewerber bei der Polizei die Orthografie (oder lieber „Orthografie“?) der deutschen Sprache beherrschen. Es wirkt absolut inkompetent, wenn man als Polizeibeamter zum Beispiel einen Bericht verfasst, in dem es nur so von Fehlern wimmelt. Der Rechtschreibtest (oft ein „Lückentest“) im Auswahlverfahren bei der Polizei ist vielen Bewerbern ein Horror, aber man kann das üben, indem man sich beispielsweise die Rechtschreibregeln im DUDEN anschaut. Mit dem Wort „Orthografie“ können Sie gleich beginnen. 

S           

Sportprüfung

Worauf kommt es bei der Sportprüfung im Rahmen des Auswahlverfahrens bei der Polizei besonders an? In Gesprächen mit Verantwortlichen der polizeilichen Auswahldienste bzw. Prüfungsämtern wurde deutlich, dass zu viele Bewerber und Bewerberinnen an der Sportprüfung scheitern. Hauptgrund: Mangelnde Vorbereitung. Das gilt übrigens für das gesamt Eignungsauswahlverfahren.

T           

Teamfähigkeit

Polizeiarbeit ist Teamarbeit. Wer im Vorstellungsinterview bei der Polizei den Eindruck erweckt, kein Teamplayer zu sein, ist ’raus aus dem Rennen.

U           

Uniform

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Polizei durchgängig Ländersache. Also: 16 Bundesländer = 16 Länderpolizeien (seit der Wiedervereinigung). Jedes Bundesland hat sein eigenes Polizeigesetz und – das ist besonders augenfällig – eine eigene Polizeiuniform.

Um ihrer Aufgabe gerecht zu werden, treten MEK-Beamte sowohl in „voller Kampfmontur“ als auch „in Zivil“ auf. Zu den wichtigen Aufgaben des MEK gehört die verdeckte Observation von potenziellen Straftätern. In diesen Fällen ist das Tragen einer Uniform wenig sinnvoll. Man spricht hier bekanntlich auch von Zivilfahndern.

V           

Vorbild

In der Fankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 1. Juni 2014 gab es eine interessante Reportage über den Berufsalltag einer jungen Polizistin. Auf die Frage nach ihrem beruflichen Selbstverständnis antwortete sie: Ein Bürger kommt in der Regel einmal in seinem Leben in Kontakt mit der Polizei. Dieses eine Mal wird das Bild, das er von der Polzei hat, für den Rest seines Lebens prägen. Deshalb müssen wir versuchen, immer höflich und freundlich zu sein." Und weiter: "Seit ich bei der Polizei bin, kommen meine Freunde mit ihren Problemen zu mir. Ich bin Ansprechpartner für alles", sagt sie. "Die Polizei ist sehr angesehen. Wir sind Vorbilder für die Leute."

Im Auswahlverfahren und insbesondere im Vorstellungsinterview mit der Prüfungskommission der Polizei muss man deshalb zeigen, dass man das Zeug dazu hat, eine Vorbildfunktion auch zu leben.

Vorstellungsinterview

Auf der Homepage der Polizei Hamburg heißt es beispielsweise zu diesem Punkt: „Hier dürfen Sie eine Prüfungskommission in einem Vorstellungsgespräch von Ihrer Persönlichkeit überzeugen. Wir möchten uns dabei einen Eindruck von Ihrer mündlichen Ausdrucksfähigkeit, Ihrem Urteilsvermögen und Ihrer Argumentationsfähigkeit verschaffen. (http://akademie-der-polizei.hamburg.de/einstellungsvoraussetzungen)

Dies gilt sinngemäß für das Vorstellungsgespräch bei allen Landespolizeien.

W           

Wiener Test

Mit diesem berühmt-berüchtigten Polizeitest werden erfasst:

  • Reaktionsgeschwindigkeit,
  • Aufmerksamkeit und
  • Konzentrationsfähigkeit.

 Der „Wiener Test“ ist ein PC-Test, bei dem man einen Kopfhörer trägt und als Reaktion auf Fragen bzw. Anforderungen jeweils Pedale und Tasten bedienen muss. Typische Aufgaben/Anforderungen sind u. a. :

  • Bilder in schnellen Abläufen beurteilen und sich Details einprägen,
  • Sachverhalte (z. B. eine Verkehrssituation) beurteilen,
  • Linien verfolgen,
  • Aufgaben rechnen,
  • Tatsachen von Meinungen unterscheiden,
  • polizeiliche Situationen beurteilen,
  • Personen-Informationen Steckbriefen zuordnen,
  • Statistiken beurteilen,
  • Inhalte von Texten merken und
  • fehlerhafte Texte korrigieren (neue Rechtschreibung!).

Klar, dass bei solch einem Test das Tempo eine große Rolle spielt – man muss also schnell und fehlerfrei arbeiten, wenn man als Bewerber erfolgreich sein will.

X           

X-Ray

Im Funkverkehr würde man „Xanten“ mit dem Zusatz „X wie X-Rays“ nennen.

Y           

Yankee

Der Buchstabe Y wird im NATO-Alphabet zur Vermeidung von Hörfehlern mit dem Wort „Yankee“ verdeutlicht.

Z           

Zeitmanagement

Einige Tipps für die Bearbeitung von Leistungs- und Intelligenztests:

  • Wichtig bei Leistungstests ist eine taktisch kluge Zeiteinteilung. Wer sich an Aufgaben festbeißt, riskiert wertvolle Punkte. Wenn Sie mit einer Aufgabe Probleme haben, gehen Sie zur nächsten. Bei einem Papier-und-Bleistift-Test können Sie sich ein kleines Zeichen machen und auf die Sache später noch einmal zurückkommen.
  • Arbeiten Sie möglichst nach dem Ausschlussprinzip. Sortieren Sie also erst einmal jene Alternativen aus, bei denen Sie sicher sind, dass diese nicht stimmen können.
  • Nicht nervös werden, wenn Sie nicht alles schaffen! Die neun Tests des Intelligenz-Struktur-Tests (I-S-T) nach Rudolf Amthauer bestehen beispielsweise jeweils aus 20 Aufgaben, die niemand in der vorgegeben Zeit richtig lösen kann. Das ist ein Konstruktionsprinzip solcher Verfahren, denn wenn Probanden bei einem Test alle Aufgaben schaffen, kann man ihr tatsächliches intellektuelles Potenzial ja nicht erfassen. Man stelle sich eine Waage vor, deren Skala nur bis 60 Kilo reicht. Für alle, die schwerer sind, ist dieses Messinstrument unbrauchbar.
  • Wenn Sie nach der Hälfte der Testitems häufiger „hängen“ bleiben, haben Sie keine Blocklade im Kopf, sondern der Schwierigkeitsgrad ist nach und nach gestiegen. Kein Grund zu Panik! Arbeiten Sie ruhig weiter.

Das war’s. Und wenn Sie bei diesem „A bis Z zur Bewerbung bei der Polizei“ nicht vorzeitig schlapp gemacht haben, bringen Sie bereits gute Voraussetzungen mit, um den Polizeitest zu bestehen. 

 
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