Portrait Bundespolizei: Gut aufgestellt!

1951 ist die Geburtsstunde des Bundesgrenzschutz (BGS), einer Sonderpolizei des Bundes. Die Stärke wurde zunächst auf 10.000 Mann festgelegt. Als 1956 die Bundeswehr aufgestellt wurde, gingen fast 60 Prozent der Grenzer freiwillig zu den neuen Streitkräften. Dieser personelle Aderlass konnte wieder ausgeglichen werden, als Wehrpflichtigen die Möglichkeit eingeräumt wurde, ihren Dienst beim BGS abzuleisten.

Das Laufe der folgenden Jahre erstreckte sich das Aufgabenspektrum vom Schutz der innerdeutschen Grenze, dem Bundespasskontrolldienst, der Mitwirkung bei RAF-Großfahndungen, der Sicherung von Amtssitzen bis zur Bekämpfung von Hochwasser und Waldbränden.

Als Folge der deutschen Wiedervereinigung und vielfältiger neuer Aufgaben wurde der Bundesgrenzschutz im Jahre 2005 in „Bundespolizei“ (BPOL) umbenannt. 2008 trat das Gesetz zur Neuorganisation der Bundespolizei in Kraft. Das Bundesministerium des Inneren teilt auf seiner Homepage mit:

„Die Bundespolizei untersteht dem Bundesministerium des Inneren und nimmt im Sicherheitssystem der Bundesrepublik Deutschland polizeiliche Aufgaben insbesondere in den Bereichen Grenzschutz, Bahnpolizei und Luftsicherheit wahr, die ihr durch das Grundgesetz und durch Bundesgesetze übertragen sind.“

Diese Aufgaben haben es in sich und bieten qualifizierten Bewerbern und Bewerberinnen gute Berufschancen. Interessiert? Dann prüfen Sie doch einmal mit dem folgen Test, was Sie bereits über die Bundespolizei wissen und bessern Sie auf diese Weise Ihre Kenntnisse auf. Zum einen, um eine eventuelle Entscheidung für die berufliche Zukunft bei der Bundespolizei nicht nur aus dem Bauch heraus zu treffen und zum anderen, um im Einstellungsverfahren zeigen zu können, dass Sie sich vorab gut informiert haben. Das kommt immer gut an.

Ihr Wissen über die Bundespolizei

Je mehr Hintergrundwissen Sie haben, umso sicherer und überzeugender werden Sie im Vorstellungsinterview, in Präsentationen und Gruppendiskussionen agieren. Fragen wie „Warum wollen Sie zur Bundespolizei?“ oder „Was wissen Sie über die Bundespolizei?“ können Sie dann locker abfedern. Machen Sie also bei diesem Test mit.

Was ist richtig bzw. welches ist die beste Antwort? (Bitte jeweils nur ein Kreuzchen.)

1. Der Vorläufer der Bundespolizei ist

a. ¨ der Bundesgrenzschutz.

b. ¨ das THW.

c. ¨ die Feuerwehr.

2. Die Bundespolizei untersteht

a. ¨ dem Bundesministerium des Innern.

b. ¨ dem Bundesministerium der Verteidigung.

c. ¨ einer gemeinsamen Kommission der Landespolizeien.

3. Was gehört nicht zu den Aufgaben der Bundespolizei?

a. ¨ Unterstützung des Auswärtigen Amtes beim Schutz deutscher diplomatischer und konsularischer Vertretungen im Ausland.

b. ¨ Einsätze auf der Nord- und Ostsee.

c. ¨ Die Übernahme von polizeilichen Aufgaben im Ausland auf Bitten eines befreundeten Staates.

4. Welche Aussage ist falsch? Die Bundespolizei

a. ¨ ist für den grenzpolizeilichen Schutz des Bundesgebietes verantwortlich.

b. ¨ wirkt bei der Gefahrenabwehr auf dem Gebiet der Bahnanlagen der Eisenbahnen des Bundes mit.

c. ¨ bekämpft Schwarzarbeit und Lohndumping.

5. Die Bundespolizei

a. ¨ ist beim Bundeskriminalamt für den Personenschutz zuständig.

b. ¨ leistet Hilfe bei Katastrophen und besonderen Unglücksfällen und bietet einen Luftrettungsdienst.

c. ¨ übernimmt bei Großeinsätzen in den Bundesländern die alleinige Verantwortung.

6. Was gehört nicht zu den Aufgaben der Bahnpolizei?

a. ¨ Die Überprüfung der Grenzübertrittspapiere.

b. ¨ Die Fußballfan-Begleitung.

c. ¨ Präventions- und Strafverfolgungsaufgaben gegen Graffiti.

7. Welche der folgenden Spezialisierungsmöglichkeiten bzw. Spezialverwendungen gibt es bei der Bundespolizei?

a. ¨ Fachkraft im Sanitätsdienst.

b. ¨ Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik.

c. ¨ Spezialist für telefonische Abhörtechnik.

8. Die GSG 9 (heute GSG 9 BPOL) begründete ihr international hohes Ansehen durch einen Spezialeinsatz in

a. ¨ Bad Kleinen.

b. ¨ Mogadischu.

c. ¨ München.

9. Entschärfer und Taucher gibt es

a. ¨ nur bei der Bundeswehr und beim THW.

b. ¨ nur bei der Bundeswehr.

c. ¨ auch bei der Bundespolizei.

10. Der/die Polizeihauptkommissar/in (3 Sterne)

a. ¨ gehört dem gehobenen Dienst (gD) an.

b. ¨ gehört dem mittleren Dienst an.

c. ¨ gehört dem höheren Dienst an.

11. Was ist richtig? Eine Hundertschaft besteht aus

a. ¨ ca. 120 Polizeivollzugsbeamten (PVB).

b. ¨ ca. 100 PVB.

c. ¨ ca. 80 PVB.

12. Eine Gruppe besteht aus ca. 8 PVB. Ein Zug besteht aus

a. ¨ ca. 30 PVB.

b. ¨ ca. 60 PVB.

c. ¨ ca. 90 PVB.

13. Das Bundespolizeipräsidium ist als Oberbehörde für die Dienst- und Fachaufsicht sowie für die polizeilich-strategische Steuerung der Bundespolizei zuständig. Es hat seinen Sitz in

a. ¨ Berlin.

b. ¨ Pirna.

c. ¨ Potsdam.

14. Was ist eine Iriskamera?

a. ¨ Eine Kamera, die Personen über eine angeschlossene Software durch die Regenbogenhaut identifiziert.

b. ¨ Eine Kamera, die Personen über eine angeschlossene Software durch die Augäpfel identifiziert.

c. ¨ Eine Kamera, die Personen über eine angeschlossene Software durch die Augenlider identifiziert.

15. Bei einem biometrischen Reisepass muss das Bild u. a. folgende Merkmale aufweisen:

a. ¨ Kopfhaltung gerade, Lippen geschlossen, Foto kontrastreich.

b. ¨ Kopfhaltung leicht nach rechts, Lippen geschlossen, Foto gut ausgeleuchtet.

c. ¨ Lippen leicht geöffnet, Augen offen, einfarbiger Hintergrund.

16. Wie viele Bedienstete hat die deutsche Bundespolizei?

a. ¨ ca. 20. 000 Personen.

b. ¨ fast 25. 000 Personen.

c. ¨ über 40.000 Personen.

17. Wie sieht das Hoheitszeichen der Bundespolizei aus?

a. ¨ Der schwarze Bundesadler ist auf einen Polizeistern aufgelegt.

b. ¨ Der gelbe Bundesadler ist auf einen Polizeistern aufgelegt.

c. ¨ Der schwarze Bundesadler ist auf eine Raute aufgelegt.

18. Welche Eigenschaft sollten Bewerber/innen um eine Ausbildung bzw. einen Studienplatz bei der Bundespolizei neben Teamfähigkeit, physischer und psychischer Belastbarkeit, Entscheidungsvermögen und Mobilität unbedingt noch mitbringen?

a. ¨ Zahlenverständnis.

b. ¨ Risikofreude.

c. ¨ Zivilcourage.

19. Auch bei der Bundespolizei gilt das Prinzip der Bestenauslese. Was heißt das?

a. ¨ Es wird darauf geachtet, dass die besten Bewerber unter Berücksichtigung der Bevölkerungsstärke der Bundesländer eine Chance erhalten.

b. ¨ Über den Zugang zu einem öffentlichen Amt entscheiden ausschließlich Eignung, Befähigung und fachliche Leistung.

c. ¨ Bewerber/innen dürfen nicht diskriminiert werden.

20. Welche Aussage verrät ein angemessenes Demokratieverständnis?

a. ¨ Der Rechtsstaat lebt von der Treue gegenüber Recht und Verfassung.

b. ¨ Vertrauen ohne Kontrolle ist erfahrungsgemäß nicht von Be stand.

c. ¨ Meinungs- und Rechtsstreitigkeiten gefährden die Demokratie.

Auflösung

Hier muss das Kreuzchen stehen, um einen Punkt zu erhalten:

1. a      2. a       3. c       4. c      5. b 

6. a      7. b       8. b       9. c     10. a 

11. a    12. a     13. c     14. a    15. a 

16. c    17. a     18. c     19. b    20. a 

 
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